Orthopädie & Unfallchirurgie

Klinik Bad Windsheim

Orthopädie & Unfallchirurgie

Leitung: Chefarzt Dr. Mathias Bender

Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung
Erkenbrechtallee 45
91438 Bad Windsheim

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Ihre Fachabteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie

Die Unfallchirurgie versorgt Patienten, die Unfälle im Verkehr, Haushalt, bei der Arbeit oder an anderer Stelle erlitten haben.

Ein Teil der knöchernen Verletzungen lässt sich heute ohne Operation behandeln. Ist ein Eingriff notwendig, kann dieser meist minimalinvasiv (Schlüssellochtechnik) erfolgen. Hierzu werden spezielle Operationstechniken und modernste Implantate verwendet. Sowohl winkelstabile Platten, intramedulläre Kraftträger (Nägel im Knochenrohr) eingebracht, wie auch filigrane Platten für die Hand-und Fußchirurgie stehen zur Verfügung. Die Implantate sind in der Regel aus Titan und müssen nicht zwingend wieder entfernt werden.

Ergänzt wird das Spektrum durch arthroskopische Operationen (Spiegelungen) großer Gelenke und minimalinvasive Eingriffe bei Wirbelkörperbrüchen (Kyphoplastie), bei Bedarf ergänzt durch eine dorsale Stabilisierung mit minimalinvasiv eingebrachten Metallstäben. In unserer Abteilung steht die Schmerzfreiheit des Patienten im Vordergrund. Neben der Anlage von Schmerzkathetern um einen operativen Eingriff herum wird ein bewährtes Schmerzkonzept angewendet.

Hier nochmal ein Überblick über die Leistungen der Unfallchirurgie am Klinik Bad Windsheim:

  • Verwendung winkelstabiler Implantate und intramedullärer Kraftträger (im Knochenmark) im Bereich der oberen und unteren Extremität –Titanimplantate
  • minimal-invasive Behandlung von Wirbelbrüchen (Kyphoplastie)
  • Stabilisierung der Wirbelsäule
  • Arthroskopie großer Gelenke
  • operative Versorgung von Beckenbrüchen mittels Implantaten (Osteosynthese)

Chefarzt Dr. Bender ist zur Behandlung von Arbeitsunfällen von den Berufsgenossenschaften zugelassen (D-Arzt).

Kontakt & Sprechzeiten

Sprechzeiten von Montag bis Freitag: 8.00 – 18.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Termin vereinbaren unter Tel. 09841 99-101

Weitere Informationen unter www.mein-gelenk.de

Dr. Mathias Bender

Chefarzt

Unfallchirurgie, Orthopädie, Endoprothetikzentrum, D-Arzt

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-101

E-Mail: info.epz@kliniken-nea.de

Unsere Leistungen

Die Unfallchirurgie

Die Unfallchirurgie versorgt Patienten, die Unfälle im Verkehr, Haushalt, bei der Arbeit oder an anderer Stelle erlitten haben.

Unser Behandlungsspektrum umfasst unter anderem:

  • Erst- und Sofortversorgung Verletzter und Schwerverletzter (inkl. Verletzungen der Wirbelsäule)
  • Behandlung von Knochenbrüchen und -verletzungen, Gelenksverletzungen, Verletzungen an Sehnen und Muskeln
  • Operative und konservative Behandlung
    Sportunfälle und Sportverletzungen wie z. B. Bänderrisse, Knie- und Hüftverletzungen
  • Kyphoplastie (minimalinvasive Operation von Wirbelkörperbrüchen durch Unfall oder Osteoporose)
  • Behandlung von Verletzungsfolgen (Achsenkorrekturen, Korrektur fehlverheilter Knochenbrüche, Behandlung von Gelenkversteifungen)
    Knochenbruchbehandlung mit dem Ziel einer schnellstmöglichen Funktionswiederherstellung (wenn möglich Vermeidung ruhigstellender Verbände, rasche Funktionstherapie)

Ein Teil der knöchernen Verletzungen lässt sich heute ohne Operation behandeln. Ist ein Eingriff notwendig, kann dieser meist minimalinvasiv (Schlüssellochtechnik) erfolgen. Hierzu werden spezielle Operationstechniken und modernste Implantate verwendet. Sowohl winkelstabile Platten, intramedulläre Kraftträger (Nägel im Knochenrohr) eingebracht, wie auch filigrane Platten für die Hand-und Fußchirurgie stehen zur Verfügung. Die Implantate sind in der Regel aus Titan und müssen nicht zwingend wieder entfernt werden.

Ergänzt wird das Spektrum durch arthroskopische Operationen (Spiegelungen) großer Gelenke und minimalinvasive Eingriffe bei Wirbelkörperbrüchen (Kyphoplastie), bei Bedarf ergänzt durch eine dorsale Stabilisierung mit minimalinvasiv eingebrachten Metallstäben. In unserer Abteilung steht die Schmerzfreiheit des Patienten im Vordergrund. Neben der Anlage von Schmerzkathetern um einen operativen Eingriff herum wird ein bewährtes Schmerzkonzept angewendet.

Chefarzt Dr. Bender ist zur Behandlung von Arbeitsunfällen von den Berufsgenossenschaften zugelassen (D-Arzt).

Schulterschmerzen – Ursache, Symptome, Behandlung, Tipps

Das Schultergelenk ist das Gelenk mit dem größten Bewegungsumfang im menschlichen Skelett. Das Schultergelenk wird größtenteils von Sehnen und Muskeln stabilisiert, was einen großen Bewegungsumfang ermöglicht. Aufgrund dieses hohen Bewegungsspielraumes ist die Schulter anfällig für Verletzungen. Dies können sowohl akute Beschwerden (Sehnenriss, Verletzungen der Schulter) als auch chronische Beschwerden (z. B. durch Einrisse am Sehnengefüge, Verschleißerscheinungen) sein. Schmerzen in der Schulter sind häufig und können vielfältige Ursachen haben. Bei manchen treten sie beim Arm heben auf, bei anderen nachts, im Ruhezustand oder auch beim seitlichen Liegen. Dahinter können Verspannungen ebenso stecken wie ernsthafte Verletzungen oder Erkrankungen.

Ursachen von Schulterschmerzen
Ursachen von Schulterschmerzen sind häufig Haltungsprobleme, Traumata, Überlastung und Überbelastung sowie Gelenkverschleiß (Schulterarthrose). Sie treten bei Männern und Frauen jeden Alters auf. Schulterschmerzen strahlen oftmals aus – in den Nacken, den Arm und sogar die Finger. Häufig betroffen sind Menschen mit überwiegend sitzenden Tätigkeiten, Personen mit zu wenig Bewegung, Überkopfarbeiter (Maler) und Überkopfsportler (Tennisspieler, Hand- oder Volleyballspieler).

Schulterschmerzen schränken die Beweglichkeit des Schultergelenkes ein. Sie können akut beim Sport oder einer Überbelastung z. B. durch schweres Heben auftreten. Ein nächtliches Liegen auf dem Arm begünstigt das Entstehen von Schulterschmerzen.

Da ein nicht unerheblicher Teil der Schulterschmerzen nicht direkt vom Schultergelenk her rührt, wird eine ärztliche Diagnose der Schmerzursache empfohlen. So führen etwa Probleme im Kauapparat, wie „Pressen“ (Bruxismus) oder „Knirschen“ häufig zu Nacken- und Schulterschmerzen. Man bezeichnet diese Art der Schmerzen, die häufig von Zahnärzten diagnostiziert werden, als craniomandibuläre Dysfunktion (CMD). Weitere Auslöser von Schulterschmerzen sind rheumatische Muskelerkrankungen, Tumorerkrankungen, Borreliose (Zeckenbiss) sowie die Gürtelrose.
Die häufigsten Pathologien/Erkrankungen und deren Therapie sind:

  • Rotatorenmanchette
  • Impingement-Syndrom (Subacromiales Schmerzsyndrom)
  • Tendinosis calcarea (Kalkschulter)
  • Schulterinstabilität
  • Acromioclavikulargelenksluxation, ACG-Luxation, Schultereckgelenksprengung
  • Pathologien der langen Bizepssehne (LBS)

Symptome von Schulterschmerzen
Eine häufige Begleiterscheinung von Schulterschmerzen ist eine Einschränkung der Beweglichkeit bis hin zur Bewegungsunfähigkeit des Schultergelenkes. Die Schulter schmerzt bei sonst normalen Bewegungen wie etwa dem Heben eines Armes oder dem Tragen von bereits leichteren Gegenständen, sie erscheint kraftlos und instabil.
Häufig ist auch eine Schwellung und Rötung des Schultergelenkes, verbunden mit einem Gefühl von Wärme zu beobachten. Wird der Schmerz beim Liegen auf dem betroffenen Arm noch verstärkt, ist häufig der nächtliche Schlaf massiv gestört.
Auch Reibegeräusche bei Bewegungen im Schultergelenk sowie neurologische Ausfallzeichen wie etwa Kältegefühl, Taubheit in Schulter und/oder Arm („Kribbeln“) und Muskelschwäche sind mögliche Symptome.
Sollten zusätzlich Brustschmerzen, Bauchschmerzen, Atemnot oder Kreislaufprobleme hinzukommen, sollte sofort ein Arzt oder Notarzt kontaktiert werden. Plötzliche Schulterschmerzen können Akuterkrankungen wie Herzinfarkt oder Gallenkolik ankündigen.

Diagnose von Schulterschmerzen
Die richtige Anlaufstelle bei Schulterschmerzen ist in der Regel ein Facharzt für Orthopädie. Im Anamnesegespräch klärt der Orthopäde ab, welche Möglichkeiten für den Schmerz ursächlich sein könnten. In der folgenden Untersuchung betrachtet der Arzt den Körperbau und eventuelle Fehlstellungen. Außerdem werden die Schulterschmerzen durch Tastbefund (Muskeln und Sehnen) im Nacken- und Schulterbereich lokalisiert sowie die Funktion und Beweglichkeit des Schultergelenkes (Muskelkraft, Muskelreflexe, Gefühlsempfinden) geprüft. Zuletzt führt der Orthopäde eine Kontrolle von Puls und Blutdruck durch.
Bei Verletzungen und Unfällen wird der behandelnde Arzt durch Röntgendiagnostik, Ultraschall- und MRT-Untersuchung unterstützt. Hierdurch können Knochenbrüche, Muskel-, Sehnen- und Bänderverletzungen diagnostiziert werden. Zur Diagnose von Gelenkrheuma und Arthritis dienen Blutuntersuchung und Gelenkpunktion.

Therapie von Schulterschmerzen
In den meisten Fällen lassen sich Schulterschmerzen gut durch konservative Therapien behandeln. In der Regel wird der Orthopäde hierfür Physiotherapie und/oder physikalische Anwendungen (Kälte, Wärme, Elektrotherapie, Stoßwellentherapie) verordnen. Aber auch Übungen für zu Hause zur Dehnung der Schulter und Kräftigung der Schultermuskulatur und Förderung der Schulterbeweglichkeit sowie geeignete entzündungshemmende Medikamente können dazu beitragen, die Schulterschmerzen zu behandeln. Auch die Anwendung von peri-und intraartikulären Injektionen mit Medikamenten kommt regelmäßig zum Einsatz.

Liegt ein Schaden am Schultergelenk vor, kann ein operativer Eingriff zur Behandlung der Schulter nötig sein. Dies ist besonders bei Knochenbrüchen und Gelenkfrakturen, Sehnenrissen und Gelenkverschleiß (Gelenkarthrose) indiziert. Aber auch Entzündungen der Schulter (Schleimbeutelentzündung, Frozen Shoulder, bakterielle Infektionen) können einen operativen Eingriff nötig machen.
Häufig handelt es sich hierbei um minimalinvasive Eingriffe (Arthroskopie).

Schulterchirurgie/Schulterprothese

Als Folge von schweren Frakturen des Schultergelenks oder bei einer Schulterarthrose kann eine Schultergelenks-Endoprothese (künstliches Schultergelenk) die Beweglichkeit wieder bessern oder herstellen und die Schmerzen reduzieren oder ganz beseitigen. Sie werden wesentlich seltener implantiert als künstliche Kniegelenke und künstliche Hüftgelenke. In Deutschland werden pro Jahr in etwa 25.000 Operationen zum Einsatz eines künstlichen Schultergelenkes durchgeführt.

Arten von Schulterprothesen
Man unterscheidet hierbei drei Typen von Schulterprothesen:

  • die Oberarmkopfprothese (Hemiprothese): hierbei wird nur die Gelenkfläche des Oberarmkopfes ersetzt
  • die Schulter-TEP (Schulter-Totalendoprothese): hierbei wird zusätzlich zur Gelenkfläche des Oberarmkopfes auch die Gelenkfläche der Schulterpfanne ersetzt
  • die inversive Schulterendoprothese: hierbei werden der konvexe und der konkave Gelenkteil des Schultergelenkes vertauscht

Alle diese Endoprothesen werden individuell an die Anatomie des jeweiligen Patienten angepasst und ersetzen das Schultergelenk durch ein künstliches Gelenk.

Gründe für eine Schulterprothese
Den geeigneten Operationszeitpunkt bei der Schulterarthrose bestimmt größtenteils der Patient selbst durch seinen individuellen Leidensdruck. Allerdings verschlechtert sich die Prognose einer erfolgreichen Schulter-Operation durch den Grad der Rückbildung von Muskulatur und Sehnen der Schulter. Auch die Schulterprothese erhält ihre Beweglichkeit durch Muskeln und Sehnen – wie das ursprüngliche Schultergelenk auch.
Versprechen konservative Behandlungsmethoden keinen Erfolg mehr, z. B. durch weit fortgeschrittenen Verschleiß des Schultergelenkes (Schulterarthrose), ist die Implantation einer Schulterprothese nötig. Weitere Gründe für ein künstliches Schultergelenk sind z. B. schwere Brüche des Oberarmes, rheumatische Erkrankungen, schwere Gelenkinfektionen und nachhaltige Schädigungen der Sehnen und Muskeln des Schultergelenkes.

Ablauf der Schulteroperation
Vor einer Schulteroperation sollte der Patient rechtzeitig mit einem Training der Schultermuskulatur beginnen. Eine gut trainierte Schultermuskulatur erleichtert und beschleunigt nach der Operation die Reha-Maßnahmen. Ergänzend beeinflusst eine gesunde und ausgewogene (nährstoffreiche, mineralstoffreiche) Ernährung den Heilungsprozess günstig.

Fragen Sie hierzu Ihren behandelnden Arzt im Anamnesegespräch vor der Operation.

Die Operation selbst erfolgt in der Regel unter Vollnarkose und dauert zwischen einer und zwei Stunden. Um das künstliche Schultergelenk einzusetzen, legt der Operateur durch einen Hautschnitt vor dem Deltamuskel ein. Auch die Oberarmmuskeln sowie die Sehne der Rotatormanschette werden gelöst. Nach dem Aufsetzen des Prothesenkopfes und der Präparation der Gelenkpfanne werden Sehnen und Muskeln wieder vernäht und die Wunde verschlossen.

Nach der Operation des Schultergelenkes
In den meisten Fällen ist nach der Operation des Schultergelenks keine Wunddrainage nötig. Diese wird bei vielen Operationen durchgeführt, um Wundflüssigkeit aus der Wunde abzuleiten. Unmittelbar nach der Operation ist eine Belastung des künstlichen Schultergelenkes nicht möglich. Dennoch wird der Arm zur Unterstützung der Heilung der Schultermuskulatur mobilisiert und in den ersten Wochen nach der OP begleitend ruhig gelagert (Schaumstoffschiene, Schulterkissen).
Bereits am Tag der Operation wird mit einer leichten mobilisierenden Physiotherapie begonnen. Etwa 3 Wochen nach der Operation kommen Übungen zur Rotation des Schultergelenkes hinzu. Nach ungefähr 2 Monaten beginnt das Krafttraining der Schulterprothese. Dieser Heilungsprozess wird in der Regel durch eine mehrwöchige Rehamaßnahme unterstützt.
Ungefähr 3 Monate nach der Operation sollte eine „normale“ Beweglichkeit der Schulterprothese erreicht sein.

Arthritis

Eine Entzündung eines oder mehrerer Gelenke, oft verbunden mit Gelenkschmerzen sowie der Zerstörung des Gelenkknorpels, bezeichnet man als Arthritis. Auch eine Autoimmunerkrankung kann Ursache einer Arthritis sein. Hierbei bildet der Körper Abwehr- und Entzündungsreaktionen gegen das körpereigene Gewebe.

Da es sich bei der Arthritis um eine akute Entzündung handelt, treten neben Schmerzen häufig begleitende, grippeähnliche Symptome wie Fieber, Müdigkeit, Erschöpftheit oder Appetitlosigkeit und Gewichtsabnahme auf. Im weiteren Verlauf der Arthritis klagen Patienten häufig über Unbeweglichkeit des betroffenen Gelenkes – besonders direkt nach dem Aufstehen, Gelenkschmerzen und eine fortschreitende Versteifung. Im weiteren Krankheitsverlauf führt die Arthritis zu Gelenkergüssen, Gelenkschwellung, Rötung, Wärmegefühl und sogar Gelenkverformungen.

Die häufigste Form der Arthritis ist die rheumatoide Arthritis. Sie tritt zumeist in mehreren Gelenken gleichzeitig auf und ist in der Regel erblich bedingt. Bei der rheumatoiden Arthritis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Daher spielt das Immunsystem des Patienten eine entscheidende Rolle. Dieses ist bei einer Autoimmunerkrankung fehlgeleitet, sodass der Körper eigene Substanzen als potenziell gefährlich einstuft und das Immunsystem mit einer Abwehrreaktion in Form einer Entzündung reagiert. Hierbei tritt aus den Blutgefäßen vermehrt Flüssigkeit aus. Die Folge ist ein schmerzhafter Gelenkerguss. Weiter voranschreitend zerstört der Körper Knorpel, Knochen und Bänder des betroffenen Gelenkes.

Je früher die Arthritis diagnostiziert wird und eine Behandlung eingeleitet werden kann, desto höher sind die Heilungschancen.

Der behandelnde Arzt untersucht den Patienten auf Veränderungen der Gelenke, führt eine Blutuntersuchung und eine Röntgenuntersuchung durch. Auch Ultraschalluntersuchung, Szintigrafie sowie MRT geben Hinweise auf eine mögliche Arthritis.

Reicht eine medikamentöse Therapie nicht aus, kann eine Operation sinnvoll sein. Hierbei gibt es verschiedene operative Möglichkeiten: Gelenkersatz (Gelenkendoprothese), Gelenkversteifung, Gelenkresektion sowie Gelenkflächenkorrektur.

Alle Informationen zur Knie-Endoprothese (künstliches Kniegelenk) finden Sie hier.
Alle Informationen zur Hüft-Endoprothese (künstliches Hüftgelenk) finden Sie hier.

Arthrose

Im Gegensatz zur Arthritis, stellt die Arthrose eine degenerative, schmerzhafte Gelenkerkrankung dar, die durch eine irreparable Schädigung des Gelenkknorpels entsteht.
Die am häufigsten betroffenen Gelenke sind Knie, Hüfte, Schulter, Finger, Zehen, Wirbelsäule sowie die Sprunggelenke.

Die Anzeichen einer Arthrose sind Belastungs- und Anlaufschmerzen des betreffenden Gelenkes, Bewegungseinschränkung, Gelenkschwellung sowie Rötung des erkrankten Gelenkes.

Alle Informationen zur Gonarthtrose (Kniegelenks-Arthrose) finden Sie hier.

Arthrose – Wie kann man dem Gelenkverschleiß vorbeugen?

Arthrose – Was hilft im alltäglichen Umgang mit der Gelenkkrankheit?

Arthrose – Wie wird sie festgestellt und behandelt?

Kyphoplastie bei Osteoporose und Wirbelbrüchen

Zur Therapie von Wirbelbrüchen insbesondere aufgrund von Osteoporose findet häufig das Verfahren der Kyphoplastie Anwendung. Hierbei handelt es sich um einen minimal-invasiven Eingriff zur Stabilisierung von Wirbelfrakturen der mittleren und unteren Brustwirbelsäule und der Lendenwirbelsäule.
Neben der Osteoporosebehandlung wird die Kyphoplastie auch eingesetzt bei Tumorbehandlungen (Metastasen) an der Wirbelsäule, Nekrosen der Wirbelkörper, Wirbelbrüchen aufgrund von Unfällen sowie angeborenen Wirbelsäulenschäden.

Bei der Kyphoplastie spritzt der behandelnde Arzt Knochenzement in den Wirbelkörper, um diesen zu stabilisieren. Die Kyphoplastie kann hierbei Schmerzen signifikant lindern und diese im Idealfall sogar ganz beheben.

Vor dem eigentlichen Eingriff führt der Arzt eine Röntgendiagnostik und/oder ein MRT durch, um die Fraktur exakt zu lokalisieren und deren Alter zu bestimmen.

Die Kyphoplastie erfolgt unter Vollnarkose. Der Arzt führt an der Stelle der Wirbelfraktur über einen ca. 1 cm langen Schnitt zunächst eine Kanüle durch die Haut ein. Durch diese Kanüle kann der Arzt nun einen Ballon in den Wirbelkörper einbringen, der dann mit einer röntgendichten Flüssigkeit gefüllt und aufgeblasen wird. Hierdurch richtet sich der gebrochene Wirbelkörper auf und es wird gleichzeitig ein Hohlraum erzeugt, in den der Arzt nach dem Entfernen des Ballons einen Knochenzement einbringen kann. Dieser umschließt die Wirbelstrukturen und härtet aus, sodass der Wirbel wieder stabilisiert wird. Der gesamte Eingriff dauert in etwa 30 bis 45 Minuten.

Nach Abschluss der Kyphoplastie folgt eine konservative Therapie. Der Patient erhält weiterhin die benötigten Medikamente – z. B. gegen das weitere Fortschreiten einer Osteoporose sowie physikalische Anwendungen und Physiotherapie zur Linderung von Schmerzen und zum Aufbau und zur Stärkung der Rückenmuskulatur.

In der Klinik Bad Windsheim führen wir jährlich 50-80 Kyphoplastien durch. In den allermeisten Fällen wird nach Versorgung eines Knochenbruches mittels Kyphoplastie unmittelbar nach der Operation eine deutliche Schmerzreduktion für die Patienten spürbar.

Durchgangsarzt/Berufsgenossenschaft

Nach Arbeits- und Wegeunfällen kann der Verletzte nicht einfach den Hausarzt aufsuchen, er ist seitens der Berufsgenossenschaft dazu verpflichtet, einen Durchgangsarzt (D-Arzt) aufzusuchen.

Ein Durchgangsarzt ist ein von der Berufsgenossenschaft bestellter Chirurg oder Orthopäde, der eine spezielle Zulassung zur berufsgenossenschaftlichen Heilbehandlung besitzt (Unfallmediziner).
Voraussetzung hierfür ist zunächst eine ständige unfallärztliche Bereitschaft, außerdem eine entsprechende medizinisch-technische Ausstattung.

Dem Durchgangsarzt kommen insbesondere folgende Aufgaben zu:

  • Ermittlung des Unfallherganges und Erstdiagnose sowie fachärztliche Erstversorgung
  • Erstellen eines Berichtes für die Unfallversicherung
  • Überweisung an entsprechende Fachärzte zur Weiterbehandlung
  • Koordination der gesamten Behandlung

Da im medizinischen Notfall eine schnelle Hilfe notwendig sein kann, kann nach einem Arbeitsunfall zunächst jeder Arzt aufgesucht werden. Dieser überweist den Patienten dann an einen D-Arzt.

Am Klinik Bad Windsheim ist Chefarzt Dr. Mathias Bender zugelassener Durchgangsarzt.

Das Endoprothetikzentrum (EPZ)

Im zertifizierten Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung bietet das Klinik Bad Windsheim folgende Leistungen an:

  • Endoprothetik (Gelenkersatz) von Hüfte, Knie und Schulter bei Verschleiß (Arthrose)
  • Verwendung von individuell an den Patienten angepassten Implantaten (Individuelle Kniegelenksendoprothesen)
  • Kniegelenksteilprothesen
  • gekoppelte oder teilgekoppelte Kniegelenksendoprothesen bei Wechsel- oder ggf. Erstoperationen
  • zementierte und nicht zementierte Hüftendoprothesen sowie Wechseloperationen, Kurzschaftprothesen
  • hypoallergene Kniegelenksimplantate
  • moderne Schmerztherapieverfahren in der Hüft-/Kniegelenkendoprothetik
  • peri- und intraartikuläre Infiltration
  • Operation ohne Drainagen, ohne Dauerkatheder, ohne Thrombosestrümpfe, ohne Schmerzkatheder
  • Individualisiertes Schmerztherapiekonzept
  • Konzept der schnellen Genesung (Rapid Recovery)
  • Oberschenkelknochenersatz (proximaler und distaler Femurersatz)
  • Muskellappenplastiken
  • Schulterchirurgie mit Abdeckung des gesamten Spektrums (Engpasssyndrome, Sehnenrisse, Sportverletzungen und Arthrose)