Abteilung für Geriatrische Rehabilitation
Klinik Bad Windsheim
Geriatrische Rehabilitation
Leitung: Chefärztin Dr. med. Radka Blagova
Erkenbrechtallee 45
91438 Bad Windsheim


Abteilung für Geriatrische Rehabilitation
Für ein selbstständiges Leben im Alter
Das Ziel der Geriatrischen Rehabilitation ist es, vorhandene und verloren gegangene geistige, soziale und körperliche Fähigkeiten wiederherzustellen, zu stabilisieren und zu fördern. Aufgenommen werden Patienten, die aufgrund ihres Alters oder ihrer Erkrankung von Pflegebedürftigkeit oder dem Verlust einer selbständigen Lebensführung bedroht sind.
Bestehende oder drohende Behinderungen oder die Pflegebedürftigkeit soll vermieden, gelindert oder im günstigsten Fall beseitigt werden. Um dies zu erreichen, wird für jeden Patienten bei der Aufnahme eine dem Krankheitsbild abgestimmte Zielsetzung erfasst und wöchentlich ein aktueller, individueller Therapieplan erarbeitet.
Unsere Abteilung für Geriatrische Rehabilitation (Versorgungsschwerpunkt) ist seit Herbst 2012 nach DIN EN ISO 9000/2012 zertifiziert.
Anmeldung für Patienten
Ihre Ansprechpartner:
Martina Neumeister
Angela Kühnel

Dr. med. Radka Blagova
Chefärztin
Innere Medizin & Akutgeriatrie
Erkenbrechtallee 45
91438 Bad Windsheim
Tel.: 09841 99-301
E-Mail: radka.blagova@kliniken-nea.de
Unsere Leistungen
Alle an der Therapie beteiligten Berufsgruppen bilden ein therapeutisches Team.
- Ärzte und Pflegekräfte
- Sozialdienst
- Krankengymnastik/ Physiotherapie
- Ergotherapie
- Logopädie
- Gruppentherapie
Bei Bedarf können wir jederzeit andere Fachkollegen aus der Klinik Bad Windsheim und der Klinik Neustadt a. d. Aisch einbinden.
- Innere Medizin, Rheumatologie
- Bauchchirurgie, Unfallchirurgie, Orthopädie
- Anästhesie und Schmerztherapie
- HNO, Gynäkologie
Bei speziellen Fragestellungen stehen Konsiliarärzte zur Verfügung.
- Neurologie
- Radiologie
- Gynäkologie
- Urologie
- Orthopädie
- Kardiologie
- Augenheilkunde
- Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
Das Aufgabengebiet unserer Ärzte umfasst
- Ganzheitliche medizinische Behandlung nach den individuellen Bedürfnissen der Patienten
- Anamnese und Therapieplanung
- Koordination der Therapien
- Ergänzende notwendige Diagnostik
- Behandlung von Notfällen und Komplikationen
- Beratung der Angehörigen
In unserer Abteilung für Geriatrische Rehabilitation wird eine bedürfnisorientierte, ganzheitliche Pflege für ältere Patienten verwirklicht. Dabei geht die Aufgabenstellung an den Pflegedienst weit über die Grund- und Behandlungspflege hinaus.
Die aktivierende Pflege ist uns besonders wichtig. Wir unterstützen die Patienten und helfen ihnen beim Wiedererlernen der größtmöglichen Selbstständigkeit, um eine Heimkehr in die häusliche Umgebung zu ermöglichen.
- Förderung der Selbstständigkeit durch aktivierende Pflege
- Lagerung und Transfers nach dem Bobath-Konzept
- Fortsetzung von Übungen aus der Physio-, Ergotherapie und Logopädie
- Ess- und Schlucktraining
- Wasch- und Anziehtraining
- Toilettentraining
- Enge Abstimmung und Zusammenarbeit mit den verschiedenen Berufsgruppen im Team und mit den Angehörigen
- Schulung der Angehörigen
- Überleitung in die häusliche Pflege
Wir respektieren die Würde jedes Menschen in Bezug auf Körper, Geist und Seele und stellen den Mensch in die Mitte unseres Denkens und Handelns. Wir wollen Leben bewahren und die Gesundheit fördern. Wir wollen den Bedürfnissen unserer Patienten individuell und verantwortungsbewusst gerecht werden, unabhängig von Religion, Kultur und sozialem Ansehen. Wir begleiten den sterbenden Menschen und seine Angehörigen mit Zuwendung.
Die Zeit in unserer Fachabteilung für Geriatrische Rehabilitation entspricht nicht einem typischen Klinikaufenthalt. Schließlich wollen wir vor allem die „Aktivitäten des täglichen Lebens“ fördern – für ein selbstständiges Leben im Alter. Die Therapien und Anwendungen finden in verschiedenen Abteilungen statt.
Bitte bringen Sie Folgendes mit
- Normale Straßenkleidung (in der kalten Jahreszeit auch warme Oberbekleidung)
- Trainings- oder Freizeitanzug
- Hausschuhe und feste Schuhe (Straßenschuhe)
- Unterwäsche zum Wechseln
- Strümpfe, Strumpfhosen, Socken
- Nachtwäsche
- Wasch- und Toilettenartikel (Zahnbürste, evtl. Behälter für Zahnprothese, Reinigungstabletten, Seife, Haarshampoo, Waschlappen, Handtücher, Rasierapparat etc.)
- Morgenrock oder Bademantel
- Sofern vorhanden Brille, Hörgerät mit Batterien, Gehilfen, Rollstuhl usw.
- Persönliche Gegenstände wie Briefpapier, Lektüre
- Ganz wichtig auch: Ihre Krankenversicherungskarte (Chipkarte)
- Befundberichte, Röntgenaufnahmen etc.
Medikamente
Ihre Medikamente bekommen Sie von uns. Dazu benötigen wir eine genaue Aufstellung über Art und Dosierung.
Wichtige Hinweise
- Eventuell persönliche Gegenstände kennzeichnen
- Verschmutzte Kleidungsstücke geben Sie bitte regelmäßig Ihren Angehörigen zum Waschen mit.
- Verzichten Sie auf Schmuck, größere Geldbeträge oder andere Wertsachen. Im Einzelfall können Sie Wertgegenstände in der Verwaltung hinterlegen. Eine Haftung für persönliches Eigentum können wir nicht übernehmen.
- Aus organisatorischen Gründen wäre es günstig, wenn ein Teil der persönlichen Gegenstände bereits vor der Entlassung gepackt und abgeholt werden kann.
In der geriatrischen Rehabilitation werden Patienten mit den unterschiedlichsten Erkrankungen behandelt, die praktisch das gesamte Krankheitsspektrum älterer Menschen umfassen. Die häufigsten Diagnosegruppen erläutern wir etwas ausführlicher.
Gefäßbedingte Gehirnfunktionsstörungen, insbesondere Schlaganfallpatienten
Nach der Akutbehandlung sollten Schlaganfallpatienten so bald als möglich einer speziellen Behandlung zugeführt werden. Von physiotherapeutischer Seite her arbeiten wir nach dem Bobath-Konzept. Das gesamte Pflegepersonal ist in der speziellen Lagerung von Schlaganfallpatienten geschult. Damit können Folgen wie der Ausbildung einer Spastik entgegenwirken. Patienten mit Störungen der Sprachfunktion, Schluckstörungen und Gedächtnisstörungen werden von unseren Logopäden betreut, Störungen der Grob- und Feinmotorik ergotherapeutisch behandelt.
Frakturen
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Nachbehandlung von operativ versorgten Frakturen, Schenkelhalsbrüchen (TEP, Osteosynthese) und Kniegelenkersatz. Außer spezieller krankengymnastischer und ergotherapeutischer Behandlung steht ein Bewegungsbad zur Verfügung, wovon die meisten Patienten gerne Gebrauch machen. Unsere Ergotherapeuten kümmern sich um die spezielle Hilfsmittelversorgung und Anpassung. Bei Bedarf wird ein diagnostischer Hausbesuch durchgeführt, bei dem auch Hilfsmittel im häuslichen Bereich angepasst werden können.
Entzündliche und degenerative Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates
Diese chronischen und akuten Erkrankungen werden durch intensive krankengymnastische Behandlung und oftmals Bewegungsbäder nachhaltig gebessert.
Ischämische Herzkrankheiten, überwiegend nach akutem Myokardinfarkt und Bypass-Operationen
Hierbei ist ein gezieltes und dem Zustand angepasstes Kreislauftraining unter ärztlicher Überwachung erforderlich. Gleichzeitig soll eine psychische Stabilisierung der Patienten erreicht werden. Selbstverständlich stehen die üblichen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten, wie in einem Akutkrankenhaus, zur Verfügung.
Periphere arterielle Verschlusskrankheit und Amputationen
Ziel ist eine rasche Wundheilung und gegebenenfalls zügige Prothesenversorgung.
Neurologische Erkrankungen wie Morbus Parkinson, Lumboischialgie, nach Bandscheibenprolaps
Unsere Parkinsonpatienten profitieren von der speziellen Parkinsongymnastik. Wir haben eine Parkinsongruppe, die auch nach der Entlassung des Patienten ambulant besucht werden kann. Bewegungsbäder sind bei vielen neurologischen Erkrankungen von erheblichem therapeutischem Nutzen.
Stoffwechselerkrankungen, insbesondere Diabetes mellitus und Ernährungsmangelkrankheiten
Der Diabetes mellitus tritt bei geriatrischen Patienten häufig als Begleiterkrankung auf. Wir bieten Schulungen, auch für Angehörige, an. Bei Ernährungsmangelkrankheiten helfen spezielle Diäten.
Geriatrische Funktionsstörungen
Bei spezifischen geriatrischen Funktionsstörungen haben wir Trainingsprogramme, z.B. bei Stuhl- und Harninkontinenz, Gangstörungen, Gleichgewichtsstörungen, Sturzgefährdung.
Chirurgische Eingriffe
Nach schweren chirurgischen Eingriffen können wir Infusionsbehandlungen, spezielle Diäten, intensive pflegerische und physikalische Betreuung anbieten.



