Die Funktionsbereiche der Kliniken
Die Diagnostik und Therapie findet überwiegend in folgenden Funktionsbereichen statt:
Herzkatheter
Das Herzkatheterlabor der Klinik Neustadt a. d. Aisch hat einen Links- und einen Rechtsherzkathetermessplatz. Dies ermöglicht uns die Darstellung, Untersuchung und Behandlung sämtlicher Arterien und Venen des Herzens rund um die Uhr. Unsere Patienten kommen aus dem gesamten Landkreis und darüber hinaus. Meist haben sie einen Herzinfarkt erlitten, bei dem ein Blutgerinnsel ein Gefäß, das das Herz versorgt, verschließt. Im Herzkatheterlabor können wir beispielsweise Stents (Gefäßstützen) zur Dehnung des Gefäßes, auch in den Beinen, einsetzen. Ebenso sind wir hervorragend ausgerüstet, um Herzschrittmacher und Defibrillatoren zu implantieren.

Dr. med. Gerald Wasmeier
Chefarzt
Paracelsusstraße 30-34
91413 Neustadt a. d. Aisch
Tel.: 09161 70-2401
Intensivstation / IMC
Auf den interdisziplinären Intensivstationen der Klinik Neustadt a. d. Aisch und der IMC-Station der Klinik Bad Windsheim können wir Patienten mit lebensbedrohlichen Erkrankungen oder nach schweren Operationen rund um die Uhr überwachen und versorgen. Das Team besteht aus speziell qualifizierten Ärzten (vor allem Internisten, Chirurgen und Anästhesisten) und Pflegekräften. Bei Bedarf werden sie von Physiotherapeuten, Wundmanagern und externen Spezialisten unterstützt.
Moderne Computersysteme kontrollieren ununterbrochen die lebenswichtigen Körperfunktionen wie Atmung, Herzfrequenz, Blutdruck, Sauerstoffsättigung. Die Geräte reagieren auf minimale Veränderungen, schlagen dann Alarm und ermöglichen es uns, sofort zu reagieren.

Ruth Gröger
Chefärztin
Anästhesie und Intensivmedizin
Paracelsusstraße 30
91413 Neustadt a. d. Aisch
Tel.: 09161 70-0
E-Mail: ruth.groeger@kliniken-nea.de
Klinik Neustadt a. d. Aisch
- Interdisziplinäre Intensivstation im 1. Obergeschoss, Neubau wurde 2021 eröffnet
- 12 Intensivbetten, alle mit Beatmungsmöglichkeit, nur 1-Bett-Zimmer
- 2 Isolierzimmer mit eigener Schleuse
- Modernes Lichtsystem zur Simulation eines natürlich Tag-Nacht-Rhytmus zur Deli-Prophylaxe
- 12 Intermediate-Care-Betten für Patienten, die zwar eine engmaschige Überwachung und Betreuung benötigen, aber keinen Aufenthalt auf der Intensivstation
Klinik Bad Windsheim
- IMC-Station im EG
- 6 Überwachungsbetten
- Ein- bis Dreibettzimmer, Isolationszimmer
- Beatmungmöglichkeit nach längeren Operationen
Video zur Intensivstation und Notaufnahme
Alles Wissenswerte rund um die Intensivstation und Notaufnahme im Neubau erfahren Sie im folgenden Video:
Besuche auf der Intensivstation
Der Kontakt zu Angehörigen und Freunden ist auch für Patienten auf der Intensivstation von großer Bedeutung. Besuche sind zu jedem Zeitpunkt willkommen, feste Zeiten geben wir nicht vor. Günstig ist jedoch der Nachmittag, da viele Untersuchungen und Maßnahmen am Vormittag stattfinden. Da wir jedoch schwerkranken Menschen gegenüberstehen, bitten wir Sie, unbedingt einige Regeln zu beachten.
- Maximal 2 Personen pro Besuch (falls Sie Kinder mitbringen möchten: bitte vorher mit dem Stationspersonal abstimmen)
- Nur kurze Besuche, da die Patienten viel Ruhe brauchen
- Bitte betreten Sie die Intensivstation nicht ohne Anmeldung. Klingeln Sie am Eingang und befolgen Sie die Hinweise des Personals (z.B. besondere hygienische Maßnahmen)
- Beim Betreten und Verlassen der Intensivstation unbedingt die Hände desinfizieren
- Angesichts der umfangreichen akutmedizinischen Versorgung und Pflege von Intensivpatienten kann es vorkommen, dass Besucher etwas warten müssen
- Gerne stehen Ärzte und Pflegekräfte den Angehörigen bei Fragen und für ein persönliches Gespräch zur Verfügung
Operationsbereich und Zentralsterilisation
Bei Operationen, Anästhesie und Schmerztherapie arbeiten Ärzte und Pflegekräfte verschiedener Fachbereiche eng zusammen. Jede unserer Kliniken hat eine spezielle Operationsabteilung (OP-Abteilung), die ein breites OP-Spektrum abdeckt:
- Allgemeinchirurgie mit laparoskopischen Eingriffen an Gallenblase, Blinddarm und Bauchwand
- Bauch- und Gefäßchirurgie
- Unfallchirurgie mit arthroskopischen Eingriffen an Knie-, Schulter-, Ellenbogen- und Sprunggelenk
- Orthopädische Operationen und Endoprothetik
- Wirbelsäulenchirurgie
- Gynäkologie und Geburtshilfe
- Urologie
- Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
Aufgaben der Pflegekräfte im OP-Bereich
- Vorbereitung der sterilen Instrumente und aller Hilfsmittel für die Operation
- Instrumentieren bei verschiedenen Operationen
- Handhabung, Wartung und Wiederaufbereitung der Instrumente und OP-Geräte in der zentralen Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA)
- Vorhalten eines pflegerischen 24-Stunden-Notfall-Teams
Aufgaben der Pflegekräfte im OP-Bereich
- Vorbereitung der sterilen Instrumente und aller Hilfsmittel für die Operation
- Instrumentieren bei verschiedenen Operationen
- Handhabung, Wartung und Wiederaufbereitung der Instrumente und OP-Geräte in der zentralen Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA)
- Vorhalten eines pflegerischen 24-Stunden-Notfall-Teams
Klinik Neustadt a. d. Aisch
- 5 OP-Säle im 1. Obergeschoss
- 2010 neu erbaut nach aktuellem Stand der Technik und modernsten medizinischen Standards
- Laser für urologische Eingriffe
Klinik Bad Windsheim
- 3 hochmoderne OP-Säle im 2026 neu eröffneten OP-Trakt
- Höchste Kategorie der Reinlufttechnik für orthopädische Operationen (1.400 Endoprothesen pro Jahr)
- MAKO OP-Robotersystem
- ROSA OP-Robotersystem
- AMIS-Hüftextensionstisch
- OP-Mikroskop für Wirbelsäulenoperationen
Röntgen, Computertomographie, Magnetresonanztherapie
Die Kliniken Neustadt a. d. Aisch und Bad Windsheim haben jeweils eine Röntgenabteilung. Dort führen wir alle konventionellen Aufnahmetechniken von Herz und Lunge, Knochen und Kontrastmitteldarstellung von Speiseröhre und Magen durch.
Zusätzliche Ausstattung, die bei Bedarf zur Verfügung steht:
- Klinik Neustadt a. d. Aisch: Computertomograph (CT) und Magnetresonanztomograph (MRT, Kernspintomograph)
- Klinik Bad Windsheim: Computertomograph (CT) mit Kardiopaket
Die CTs und der MRT werden von unserem eigenen MVZ (MVZ Radiologie NEA) betrieben, die Räumlichkeiten befinden sich direkt in den beiden Kliniken. Die Aufnahmen werden durch die Fachärzte des MVZ ausgewertet und befundet. Schädelaufnahmen von Patienten mit Schlaganfällen übertragen wir direkt in die jeweilige Spezialklinik bzw. Stroke Unit.
Link MVZ Radiologie NEA: http://www.mvz-radiologie-nea.de

Internistische Funktionsabteilung – Endoskopie, EKG, Ultraschall, Lungenfunktion
Unsere Kliniken in Neustadt a. d. Aisch und Bad Windsheim haben jeweils eine internistische Funktionsabteilung. Der Verantwortungsbereich umfasst die Vorbereitung, Assistenz und Nachsorge bei allen endoskopischen und diagnostischen Untersuchungen sowie die sachgerechte Aufbereitung und Wartung der Instrumente.
Spektrum:
- Endoskopie (inkl. Kapselendoskopie): Magenspiegelungen (Gastroskopie), Dickdarmspiegelungen (Coloskopie) mit Polypektomien, Gallengangsuntersuchungen (ERCP), TEE, endoskopische Blutstillung, Rektoskopien, Proktoskopien mit Hämorrhoidensklerosierung/-ligatur
- Bronchoskopie
- Punktionen: Leber, Pleura (Brusthöhle), Aszitis (Bauchhöhle), Knochenmark
- Ultraschall (Sonographie), etwa zur Gefäßdarstellung, Phlebographie für Venen, Arteriographie für Arterien mit der Möglichkeit, Gefäßerkrankungen auch ohne Operation zu behandeln
- EKG: Langzeit-EKG, Belastungs-EKG, Langzeitblutdruck, Lungenfunktionsprüfung
- H2-Atemtest: Unverträglichkeit auf Zuckerstoffe, Manometrie und pH-Metrie
- PH- und Manometriemessung (Druckbestimmung)
Labor
Unsere mit modernster Technologie und Fachpersonal ausgerüsteten Labore stehen ganz im Dienste der optimierten Patientenversorgung. Angeschlossen ist die Ärztliche Laborgemeinschaft Steigerwald.
Wir stehen rund um die Uhr als leistungsfähiger Partner zur Verfügung. Dadurch können wir die verschiedenen Fachabteilungen unserer Krankenhäuser sowie externe Einsender schnellstmöglich mit oftmals lebensrettenden diagnostischen Informationen versorgen, so dass diese ohne Zeitverlust mit der Therapie beginnen können. Von den jährlich circa eine Million Untersuchungen erbringen wir einen großen Teil außerhalb der Routinearbeitszeit. Dies spiegelt die starke Einbindung der Labore in Intensivmedizin und Notaufnahme wider und sichert das hohe Versorgungsniveau unserer Kliniken.
Die medizinisch-technischen Assistenten erledigen die meisten Aufgaben mit modernsten vollselektiven Analysenautomaten und werden von einer modernen Labor-EDV mit relationaler Datenbank unterstützt.
Spektrum:
Klinische Chemie
Alle gängigen Enzym- und Substratbestimmungen, spezielle Proteine, Elektrophorese, Fettstoffwechsel, Blutglukose, Glukosebelastung, Hba1c, Elektrolythaushalt, Medikamente, Urinlabor, Stuhluntersuchungen, Blutgasanalytik
Immunologie
Cardiac Marker, Schilddrüsenhormone, Tumor- und Anämiemarker, MRSA-Screening (PCR)
Hämatologie
Großes und kleines Blutbild, Blutzelldifferenzierung, Reticulocyten
Gerinnungsanalytik
Quick, PTT, Fibrinogen, Reptilasezeit, AT3, D-Dimere, Blutungszeit
Immunhämatologie
Blutgruppenserologie, Antikörpersuchtest, Bereitstellung von Blutprodukten, enger Kontakt mit Blutspendedienst, um eigenes Blutdepot optimal zu nutzen und für spezielle Blutgruppenmerkmale
Spezialuntersuchungen
Bei mikrobiologischen Untersuchungen – vor allem nach Anzucht krankheitserregender Keime der ableitenden Harnwege und aus speziellen Materialien – arbeiten wir eng mit einem niedergelassenen Fachlabor zusammen. Gleiches gilt für weiterführende Spezialuntersuchungen, um auch auf diesen Sektoren die Versorgung auf höchstem Niveau zu gewährleisten.
Qualitätsstandard
Seit über 30 Jahren ist die Qualitätssicherung in medizinischen Laboratorien gesetzlich verankert und selbstverständlich auch bei uns gängiger Standard. Im Zuge ständiger Qualitätsverbesserung (Improvement) engagieren wir uns dafür, unseren Patienten neben einer messbaren auch eine fühlbare Qualität zu vermitteln.
In unseren drei Laboren ist ein Qualitätsmanagementsystem gemäß den aktuellen Richtlinien der Bundesärztekammer in Anlehnung an das DIN ISO-Verfahren etabliert. Regelmäßige Kontrollen durch das Eichamt bestätigen das exzellente Niveau.

Physiotherapie
Unser Team aus Physiotherapeuten, Masseuren und medizinischen Bademeistern arbeitet in allen Abteilungen der Kliniken. Die vom Arzt verordneten Therapien werden gezielt auf Sie abgestimmt, um mit Ihnen gemeinsam die körperliche Leistungsfähigkeit nach Eingriffen oder Erkrankungen zu verbessern. Unser Therapieangebot umfasst Einzel- und Gruppenbehandlungen

Andreas Hofmann
Physiotherapie
Erkenbrechtallee 45
91438 Bad Windsheim
Tel.: 09841 99-739
E-Mail: andreas.hofmann@kliniken-nea.de
Allgemeine Physiotherapie
Traumatologie, Chirurgie, Orthopädie, Innere Medizin, Gynäkologie
- Kräftigung der Muskulatur (z.B. Inaktivitätsatrophien)
- Gehschule (einzeln/ Gruppe)
- Mobilisation kontrakter Gelenke und Weichteile
- Herz-Kreislauf-Training (Leistungssteigerung)
- Wirbelsäulengymnastik/ Rückenschule
- Gangschule
- Prothesentraining
- Atemtherapie/ Vibraxbehandlungen
- Schulung im Umgang mit Hilfsmitteln
- Gleichgewichts- und Koordinationstraining
- Sturz- und Frakturprophylaxe
- Kinesio-Taping
- Ergometertraining
- Manuelle Therapie/ Cyriax, Brügger
- Cranio-sacrale Therapie (auch bei Kiefergelenksproblematiken und Tinnitus)
- MTT (Medizinische Trainingstherapie)
- Dorn-Methode
- Elektrotherapie
- Beratung der Patienten und ihrer Angehörigen
Krankengymnastik auf neurophysiologischer Basis
- Behandlung nach Bobath bei Apoplex, Parkinson, MS etc.
- PNF-Technik
- Skoliosebehandlung nach Lehnert/ Schroth
- Mulligan Concept
Bobath-Konzept
Das Bobath-Konzept ist ein ganzheitlicher Ansatz zur Problemlösung in der Befundaufnahme und Behandlung von Personen mit Störungen von Tonus, Bewegung und Funktion, verursacht durch eine Läsion im Zentralnervensystem. Ziel der Behandlung ist die Optimierung der Funktion über die Verbesserung der Haltungskontrolle und selektiven Bewegung durch Facilitation. Therapie-Prinzipien: Tonus-Normalisierung, Bahnung selektiver Bewegung, Wiedererlernen von Gleichgewicht und Symmetrie, Integration in den Alltag.
PNF-Technik (Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation)
Die PNF-Methode (Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation) kombiniert komplexe, dreidimensionale Muskelaktionen (PNF-Muster) und spezifische PNF-Behandlungstechniken. In der Praxis bedeutet dies, dass sich die Innervationsreize, die zunächst auf gesunde, normale Muskulatur gesetzt werden, auf schwache, atrophe bzw. sogar neuromuskulär gestörte Anteile der Muskulatur übertragen können. PNF-Behandlungstechniken werden eingesetzt zur Stabilisation und Steigerung von Kraft, Flexibilität und Ausdauer.
Mulligan Concept
Das Mulligan Concept ist die Kombination von passiver manueller Mobilisation durch den Therapeuten und gleichzeitiger aktiver Bewegung des Patienten. Dabei hält der Therapeut das betroffene Gelenk in einer physiologischen Ausgangsstellung, während der Patient das Gelenk aktiv in die eingeschränkte bzw. schmerzhafte Bewegungsrichtung führt. Der große Vorteil der Methode: Sie nimmt unmittelbar den Schmerz und der Patient kann seine Übungen beschwerdefrei durchführen.
Massagen
- Manuelle Lymphdrainage
- Detonisation verspannter Muskulatur
- Fußreflexzonentherapie nach Hanne Marquardt
- Wärme / Kälte Anwendungen



Ergotherapie
Die Ergotherapie verhilft Menschen durch gezielte therapeutische Maßnahmen zur bestmöglichen Eigenständigkeit und Unabhängigkeit bei (all)täglichen Aktivitäten. Sie unterstützt, verbessert und fördert eigene, vorhandene Fähigkeiten und steigert auf begleitende Art die Lebensqualität.
Die Ergotherapeuten betreuen hauptsächlich Patienten der Akutgeriatrie, geriatrischen Rehabilitation und Schlaganfalleinheit. Patienten anderer Abteilungen werden selbstverständlich ebenfalls nach ärztlicher Verordnung behandelt. Während des stationären Aufenthaltes erfolgt bei Bedarf eine Hilfsmittelberatung und -erprobung, in die wir Angehörige bzw. Versorgende einbeziehen.

Andreas Hofmann
Physiotherapie
Erkenbrechtallee 45
91438 Bad Windsheim
Tel.: 09841 99-739
E-Mail: andreas.hofmann@kliniken-nea.de
Aufgaben im Überblick
Motorisch-funktionelle Behandlung
Erarbeiten und trainieren von motorischen Fähigkeiten wie Kraft, Koordination, Ausdauer, Sensibilität, Geschicklichkeit sowie Grob- und Feinmotorik.
Ziele:
- Abbau pathologischer Haltungs- und Bewegungsmuster
- Aufbau und Erhalt physiologischer Funktionen
- Entwicklung oder Verbesserung der Grob- und Feinmotorik
- Entwicklung oder Verbesserung der Koordination von Bewegungsabläufen und der funktionellen Ausdauer
Sensormotorisch-perzeptive Behandlung
Erarbeiten und trainieren von motorischen Fähigkeiten auf der Grundlage verschiedener Behandlungsmethoden wie Bobath, Affolter, Perfetti, Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation (PNP), Manuelle Therapie u.a.
Ziele:
- Stabilisierung des Rumpfes im Gleichgewicht, Tonusnormalisierung und Bewegungsanbahnung in den Extremitäten
- Hemmung und Abbau pathologischer Haltungs- und Bewegungsmuster/ Aufbau bzw. Erleichterung normaler Bewegungen sowie deren Umsetzung in den Alltag
- Verbesserung der Körperwahrnehmung
- Stimulierung der Sinne (taktil, vestibulär, propriozeptiv)
- Verbesserung der Koordination
Hirnleistungstraining/ neuropsychologisches Training
- Gezieltes Training zu Konzentration, Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit, Orientierung und Gedächtnis
- Umgang mit Kulturtechniken (lesen, rechnen, schreiben)
- Handlungsplanung
Ziele:
- Verbesserung und Erhalt der kognitiven Funktionen
ADL-Training
Gezieltes Training der Selbstversorgung im Alltag, z.B. bei der Körperpflege, beim An- und Auskleiden, Essen, Kochen und im Haushalt
Ziel: Verbesserung der eigenständigen Lebensführung, auch unter Einbeziehung technischer Hilfen
Allgemeine Hilfsmittelversorgung
Anpassung und Erprobung notwendiger Hilfsmittel für die persönliche Versorgung (Körperhygiene, An- und Auskleiden, Essen, Gehhilfen, Rollstuhl etc.) sowie in Wohnung und Haushalt (z.B. Haltegriffe, Lifter)
Angehörigenberatung und Umgang mit Hilfsmitteln
Anleitung zu weiterem häuslichen Training und Klärung der häuslichen Hilfsmittelversorgung mit Patient bzw. Angehörigen
Prothesenversorgung bzw. -training
Umgang mit der Prothese im Alltag (An-/ Ausziehen), Gleichgewichtstraining, Belastungserprobung, Gehen mit Hilfsmitteln, Treppensteigen mit Hilfsmitteln
Stumpfabhärtung und -pflege
Desensibilisierung anhand verschiedener Materialien (Stoffe, Pinsel, Bürsten, Wärme-/ Kälteanwendungen)
Thermotherapie
Wärme-/ Kälteanwendungen zur Schmerzreduktion bzw. Muskeltonusregulation, z.B. Kies- und Linsenbad, Paraffinbad
Kreativ-/ Kochgruppe
ln den verschiedenen Gruppen werden funktionelle Fertigkeiten oder kognitive Fähigkeiten geübt sowie Interaktion und Kommunikation gefördert.



Logopädie
Logopädie umfasst die Diagnostik sowie Therapie und Beratung von Menschen, die durch ein Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- oder Hörproblem in ihrer Ausdrucks- und Mitteilungsfähigkeit oder bei der Nahrungsaufnahme eingeschränkt sind.
Wir behandeln vor allem Patienten mit Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems wie Multiple Sklerose, Parkinson oder Schlaganfall. Hier beginnt die Rehabilitation bereits bei der Erstversorgung (STENO-Projekt). Dabei passen wir Inhalte und Intensität der Therapie der individuellen Belastbarkeit des Patienten an.
Grundsätzlich zielt logopädische Therapie immer auf eine möglichst optimale Teilnahme der Betroffenen an familiären, sozialen, beruflichen und gesellschaftlichen Prozessen ab.
Inhalt der Sprachtherapie
- Wahrnehmungsschulung
- Training der Mundmotorik
- Verbesserung der Lautbildung
- Haltungsschulung und Aufbau einer eutonen Körperspannung
- Atemübungen
- Verbesserung des Stimmklangs
- Arbeit an der Prosodie
Zielbereiche
- Wahrnehmung
- Sprachverständnis
- Sprachproduktion (Wortfindung, Grammatik, Aussprache)
- Lesen und schreiben
- Störungsspezifische kognitive Fähigkeiten
- Störungsspezifische Krankheitsverarbeitung
- Kommunikationsfähigkeit
- Hilfsmittelversorgung/ Kommunikationstafel
Behandlungsformen
Vor jeder Behandlung wird eine der Störung und dem Leistungsvermögen des Patienten entsprechende logopädische Diagnostik durchgeführt, welche die sprachliche und kommunikative Leistung umfasst. Nach der Festlegung von Therapiezielen beginnt die Einzeltherapie (bei Bedarf in Intervallen und/ oder als Intensivtherapie), parallel dazu werden die Angehörigen beraten.
Ziel der Behandlung in der Geriatrie
Das allgemeine Behandlungsziel ist, dem Patienten die sprachliche Kommunikation im Alltag wieder zu ermöglichen. Da eine sprachliche Rehabilitation im Sinne einer wirklichen Heilung meist nicht möglich ist, muss der Patient lernen, mit seinen reduzierten sprachlichen und/ oder gestischen Ausdrucksmöglichkeiten Gesprächssituationen zu bewältigen. Es werden nicht Wörter bzw. Sätze gelernt, sondern Sprachprozesse aktiviert und reorganisiert. Der Erfolg der logopädischen Therapie kann daher nicht nur an der Verbesserung der linguistischen Fertigkeiten gemessen werden. Von entscheidender Bedeutung ist die Erhöhung der kommunikativen Kompetenz, die sich positiv auf die allgemeine Lebensqualität des Patientenauswirkt.
Olga Fahrenbruch
Logopädie
Erkenbrechtallee 45
91438 Bad Windsheim
Tel.: 09841 99-702
E-Mail: olga.fahrenbruch@kliniken-nea.de


Sprachstörung: Sprechen – Verstehen – Schreiben – Lesen
Sprachstörungen im Erwachsenenalter sind in der Regel Aphasien – zentrale Sprachstörungen, die linguistisch als Beeinträchtigung in den verschiedenen Komponenten des Sprachsystems zu beschreiben sind. Sie erstrecken sich auf alle expressiven und rezeptiven Modalitäten, das heißt auf das Sprechen und Verstehen, auf Lesen und Schreiben.
Ursachen
Bei verschiedenen Grunderkrankungen können Sprachstörungen (Aphasien) auftreten.
- Schlaganfälle (ischämische Insulte, Hirnblutungen)
- Schädel-Hirn-Traumata
- Hirntumore
- Hirnoperationen
- Cerebrale entzündliche Prozesse (z.B. Enzephalitis)
- Degenerative Erkrankungen (z.B. Alzheimer)
Neuropsychologische Begleiterscheinungen
Außerdem können nichtsprachliche Symptome die Kommunikation zusätzlich beeinträchtigen.
- Halbseitenlähmung (Hemiplegie/ Hemiparese)
- Gesichtsfeldausfall (Hemianopsie)
- Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen
- Gedächtnis- und Antriebsstörungen
- Wahrnehmungsstörungen
- Rechenstörung (Dyskalkulie)
Sprechstörung: Störung der Lautbildung – Störung der Atmung – Störung der Stimmgebung – Störung der Sprechmelodie
Sprechstörungen im Erwachsenenalter sind zentral oder peripher bedingte motorische Störungen der ausführenden Sprechorgane. Sie äußern sich in mangelnder Artikulationsgenauigkeit und -geschwindigkeit und/ oder durch Störungen im Sprechablauf. Unterschieden werden Sprechstörungen mit Problemen der Artikulation und Sprechstörung mit Problemen des Sprechablaufs (Redeflussstörungen).
Sprechapraxie
Sprechapraxien sind Störungen der Planung der Sprechmotorik, die nicht durch eine Funktionseinschränkung der am Sprechakt beteiligten Organe zu erklären sind. Es handelt sich vielmehr um eine Störung in der Planung der Sprechmotorik. Es besteht fast immer eine Kombination mit einer Aphasie (Sprachstörung).
Ursachen
Störungen der Sprechmotorik können auf verschiedenste Ursachen oder Grunderkrankungen zurückgehen.
- Cerebrale Durchblutungsstörungen/ Schlaganfall
- Schädel-Hirn-Traumata, Hirntumore, Hirnoperationen
- Cerebrale entzündliche Prozesse (z.B. Enzephalitis)
- Morbus Parkinson, Bulbärparalysen, Multiple Sklerose, amyotrophe Lateralsklerose, Myastenia gravis, Ataxien, Dystonien, lokale organische Schädigungen
Schlucktherapie
Die funktionell orientierte Schlucktherapie umfasst Behandlungsmethoden, die auf die Therapie von Menschen mit Schluckstörungen abgestimmt wurden.
Zielbereiche
- Günstige Ausgangsposition (Haltung)
- Wiederherstellung der gestörten Funktion (Restitution)
- Ersatzstrategien (Kompensation)
- Anpassung der Umwelt an die Behinderung (Adaptation)
- Ernährung
- Handhabung von Trachealkanülen
Beispiele für Störungsmerkmale
Störungsmerkmale der am Schlucken beteiligten Organe
- Zunge: Lähmung der Zunge
- Lippen: unvollständiger Lippenschluss
- Kehlkopf: Flüsterstimme
- Kiefer: eingeschränkte Mundöffnung
- Gaumensegel: Näseln
Ursachen einer Schluckstörung
- Schlaganfall (Hirninfarkt), Hirnblutung
- Schädel-Hirn-Traumata (SHT)
- Hirntumoren sowie Zustände nach deren Operation
- Morbus Parkinson
- Akutes Guillain-Barre-Strohl-Syndrom (GBS)
- Amyotrophe Lateralsklersoe (ALS)
- Multiple Sklerose (MS)
- Myastenia gravis
- Demenz
- Meningitis/ Enzephalitis
- Tumoren im Kopf-Hals-Bereich



